Ökostrom (Grünstrom oder Naturstrom) bezeichnet elektrische Energie, die nachweislich aus nachhaltigen, nicht-fossilen Quellen erzeugt wird.

Moderne Definition und Herkunftsnachweise

Gemäß aktuellen Standards etablierter Qualitätslabels (wie dem Grüner Strom Label oder ok-power) muss echter Ökostrom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien (Wind, Sonne, nachhaltige Biomasse, Wasserkraft) stammen. Ältere Mindestkriterien, die lediglich einen Anteil von 50 % aus erneuerbaren Energien und den Rest aus hocheffizienten KWK-Anlagen vorschrieben, entsprechen den heutigen Anforderungen an reinen Ökostrom nicht mehr und werden im Markt stattdessen als "Klimatarife" deklariert.

Stromanbieter müssen die lückenlose Herkunft über zertifizierte Herkunftsnachweise transparent belegen. Viele Tarife beinhalten die Verpflichtung, einen Teil der Erlöse direkt in den Ausbau neuer Erzeugungsanlagen zu investieren, um Greenwashing effektiv zu verhindern.

Fazit

Ökostrom ist eine zentrale Komponente der Energiewende und bietet zahlreiche ökologische und wirtschaftliche Vorteile. Durch den konsequenten Fokus auf 100 Prozent erneuerbare Energien wird eine nachhaltige Zukunft gefördert. Die transparente Kennzeichnung und Zertifizierung von Ökostromprodukten stellen sicher, dass die Verbraucher tatsächlich zu einer umweltfreundlicheren Energiezukunft beitragen können. Trotz bestehender Herausforderungen, wie dem notwendigen Netzausbau zur Integration fluktuierender Einspeisungen, bilden erneuerbare Energien das Fundament einer resilienten Energieversorgung.