Die Q/U-Regelung ist ein automatisiertes, kennlinienbasiertes Verfahren zur lokalen Spannungsstützung in elektrischen Netzen. Dabei wird die Bereitstellung oder Aufnahme von Blindleistung (Q) einer Erzeugungsanlage in direkter Abhängigkeit von der gemessenen Netzspannung (U) am Netzanschlusspunkt geregelt. Sinkt die Netzspannung, speist die Anlage kapazitive Blindleistung ein, um die Spannung anzuheben; steigt die Spannung über den Sollwert, wird induktive Blindleistung aufgenommen, um die Spannung abzusenken. Dies sichert die lokale Spannungsstabilität bei stark fluktuierender Einspeisung durch erneuerbare Energien.

Fazit

Die Q/U-Regelung ist ein wesentliches Verfahren zur Blindleistungsregelung, das die Spannung im Stromnetz stabilisiert und Schwankungen innerhalb von Sekunden ausgleicht. Durch die Anpassung der Blindleistung in Abhängigkeit von der Spannung trägt die Q/U-Regelung zur Netzstabilität, Effizienzsteigerung und Integration erneuerbarer Energien bei. Sie ist sowohl in großen Erzeugungsanlagen als auch in Verteilnetzen unverzichtbar, um eine zuverlässige und qualitativ hochwertige Stromversorgung sicherzustellen.