Die Trockenmasse (Trockensubstanz) definiert den exakten gewichtsbezogenen Feststoffanteil einer Substanz nach dem vollständigen, thermischen Entzug des enthaltenen freien Wassers (meist durch standardisierte Ofentrocknung bei 105 °C bis zur Gewichtskonstanz). Wassergehalt und Trockenmasse ergänzen sich rechnerisch immer zu 100 Prozent. Die exakte Bestimmung der Trockenmasse ist der fundamentale Parameter in der Schlammentwässerung von Kläranlagen zur Minimierung von Entsorgungsvolumina, in der Landwirtschaft zur Futtermittelbewertung sowie in der Biogasindustrie zur exakten Dosierung und energetischen Bilanzierung der Substratmischungen.
Fazit
Die Trockenmasse oder Trockensubstanz ist ein wichtiger Parameter in vielen Bereichen der Umwelttechnik, Landwirtschaft und Energieproduktion. Sie gibt Auskunft über den Anteil des Feststoffs in einer Substanz nach Abzug des Wassergehalts und ist entscheidend für die Effizienz und Optimierung von Prozessen wie der Klärschlammbehandlung, Biogasproduktion und landwirtschaftlichen Anwendungen. Durch die Bestimmung und Überwachung der Trockenmasse können Prozesse effizienter gestaltet, Kosten gesenkt und die Umweltbelastung reduziert werden.