Die Sekundärregelleistung (SRL) fungiert als "zweite Instanz" der Netzstabilisierung. Sie löst die primäre Regelleistung ab, um die dezentral aktivierten Primärreserven wieder freizumachen und die Netzfrequenz präzise auf den Sollwert von 50 Hertz zurückzuführen. Die SRL wird zentral durch den jeweiligen Übertragungsnetzbetreiber angefordert. Die Aktivierung muss innerhalb von 5 Minuten erfolgen, und die Leistung muss für bis zu 15 Minuten kontinuierlich bereitgestellt werden können. Man untersetzt sie in positive SRL (Unterspeisung ausgleichen) und negative SRL (Überspeisung abbauen).

Fazit

Die Sekundärregelleistung (SRL) ist ein unverzichtbares Element zur Sicherstellung der Netzstabilität und Versorgungssicherheit im Stromnetz. Sie übernimmt nach der Primärregelleistung die Aufgabe, die Netzfrequenz nachhaltig zu stabilisieren, indem sie innerhalb von fünf Minuten aktiviert wird und für bis zu 15 Minuten Leistung bereitstellt. Durch die Bereitstellung von positiver und negativer Sekundärregelleistung kann sie sowohl Überspeisungen als auch Unterspeisungen im Netz ausgleichen. Angesichts der zunehmenden Integration erneuerbarer Energien und der damit verbundenen Schwankungen im Stromnetz wird die Bedeutung der Sekundärregelleistung weiter zunehmen. Technologische Fortschritte und flexible Speicherlösungen werden dabei helfen, diese Herausforderungen zu bewältigen und die Netzstabilität zu gewährleisten.