Stirlingmotoren
Stirlingmotoren sind Wärmekraftmaschinen, die nach dem Prinzip eines geschlossenen thermodynamischen Kreisprozesses arbeiten. Ein im System permanent abgeschlossenes Arbeitsgas (meist Helium oder Wasserstoff) wird abwechselnd von einer externen Wärmequelle erhitzt (expandiert) und an einer Kühlfläche abgekühlt (komprimiert). Die resultierende Volumenänderung treibt die Kolben mechanisch an. Da die Verbrennung kontinuierlich außerhalb des Zylinders stattfindet, arbeiten Stirlingmotoren extrem leise, vibrationsarm und weisen einen minimalen mechanischen Verschleiß auf. Sie können mit beliebigen externen Wärmequellen (Biomasse, Solarthermie, Abwärme) betrieben werden.
Fazit
Stirlingmotoren bieten durch ihren hohen Gesamtwirkungsgrad, ihre Vielseitigkeit und ihre geringen Emissionen eine attraktive Option für die Integration in Blockheizkraftwerke (BHKW); ihr elektrischer Wirkungsgrad ist mit etwa 15 bis 25 Prozent allerdings eher gering. Durch den geschlossenen Kreisprozess können sie unterschiedliche Wärmequellen nutzen und tragen so zur nachhaltigen Energieerzeugung bei. Trotz der höheren Anschaffungskosten und der Notwendigkeit kontinuierlicher Forschung und Entwicklung stellen Stirlingmotoren eine vielversprechende Technologie für die Zukunft der dezentralen Energieversorgung dar.