Ein 30 × 30 Meter großer Neubau, zwei Jenbacher Motoren mit einer Gesamtleistung von 20.000 kWel, Auftragswert 20 Millionen Euro – das sind die Basisdaten des neuen Gaskraftwerks der Fernwärme Ulm GmbH (FUG). Bei diesem beeindruckenden und zukunftsweisenden Projekt setzt die FUG vollständig auf die Erfahrung und Kompetenz von Energas. Die Planung und Abwicklung liegen komplett in der Hand unserer Energas-Kollegen am Standort Kulmbach. Es handelt sich hierbei um den größten Auftrag der Firmengeschichte.
Das Ziel ist der Klimaschutz: Die Fernwärme Ulm GmbH möchte ihre Kohlekessel abschalten und setzt als Alternative auf ein hochmodernes Gaskraftwerk. Energas liefert dieses Kraftwerk schlüsselfertig – mit Gebäude, Leitungen und hochwertiger Abgasreinigung. Die Anlage soll nur während der Heizperiode laufen. Die gewonnene Wärme wird in das Netz der FUG eingespeist. Mit 50 % Marktabdeckung versorgt das Unternehmen dort neben Privathaushalten und Gewerbe auch das Universitätsklinikum Ulm.
Maximal ein Grad Abweichung zulässig
Eine besondere Herausforderung ist die Wärmeauskopplung. Für die normale Fernwärme sind 110 °C ausreichend. Anspruchsvoller ist die Versorgung des Universitätsklinikums. Denn um die dort benötigten Gerätschaften und Instrumente zu sterilisieren, ist eine Wärmelieferung von 185 °C notwendig. Dabei darf die Abweichung maximal ein Grad betragen. Um dies zu gewährleisten, wird es im Gaskraftwerk zwei Wärmeschienen geben. Mit dieser Technik realisiert Energas eine sehr anspruchsvolle Wärmeauskopplung auf hohem Niveau.
Baubeginn des Ulmer Gaskraftwerks sollte Ende 2019 erfolgen, die Fertigstellung war für 2021 geplant. Damals befand man sich in Kulmbach in der Planungs- und Genehmigungsphase. 2022 ersetzten zwei Jenbacher-Blockheizkraftwerke schließlich den letzten Kohlekessel der FUG. Mehr dazu lesen Sie in unserem Praxisbeispiel zur Fernwärme Ulm.
Mehr zu diesem Projekt und zu unserem Standort Kulmbach erfahren Sie in diesem Artikel von inFranken vom 12.06.2019.
Fotoquelle Titelbild: © Stephan Tiroch