Energas-Glossar

Trockenfermentation

Die Trockenfermentation (Trockenvergärung oder Feststoffvergärung) ist ein biotechnologisches Verfahren zur Biogaserzeugung, das speziell für den anaeroben Abbau von stapelbarer, faserreicher Biomasse mit einem sehr hohen Feststoffgehalt von 20 % bis 40 % (z. B. Grünschnitt, Festmist, Bioabfall, Silagereste) konzipiert ist. Im Gegensatz zur klassischen Nassfermentation entfällt das aufwendige Verflüssigen des Substrats. Der Abbau erfolgt meist im diskontinuierlichen Betrieb (Batch-Verfahren) in sogenannten Garagenfermentern, in die das Material eingebracht wird; anschließend wird der Fermenter luftdicht verschlossen und das Material mit flüssigem Perkolat zur mikrobiellen Aktivierung besprüht. Das Verfahren ist mechanisch robust, wartungsarm und benötigt kaum Prozesswasser.

Fazit

Die Trockenfermentation ist ein effizientes Verfahren zur Biogaserzeugung aus trockener, fasriger Biomasse. Sie bietet zahlreiche Vorteile, darunter die Fähigkeit, eine breite Palette von Substraten zu verarbeiten, sowie ein geringerer Wasserverbrauch und ein einfacher Betrieb. Trotz einiger Herausforderungen, wie der Prozesskontrolle und der Handhabung von Gärresten, stellt die Trockenfermentation eine wertvolle Technologie für die nachhaltige Energieproduktion dar. Sie ist besonders geeignet für landwirtschaftliche Betriebe und kommunale Entsorgungsbetriebe, die ihre organischen Abfälle effizient nutzen und gleichzeitig erneuerbare Energie gewinnen möchten.