Energas-Glossar

Wirkungsgrad elektrisch/thermisch/gesamt

Der Wirkungsgrad ist das prozentuale Maß für die Effizienz eines Energieumwandlungsprozesses und beschreibt das Verhältnis von nutzbarer Ausgangsenergie zur zugeführten Brennstoff-Eingangsenergie. Bei BHKW unterscheidet man:

  • Elektrischer Wirkungsgrad: Prozentualer Anteil der Brennstoffenergie, der in elektrischen Strom umgewandelt wird (Fokus der Stromerzeugung).
  • Thermischer Wirkungsgrad: Prozentualer Anteil der Brennstoffenergie, der als nutzbare Wärme ausgekoppelt wird (Heizung, Prozesswärme).
  • Gesamtwirkungsgrad (Brennstoffausnutzungsgrad): Die Summe aus elektrischem und thermischem Wirkungsgrad.

Während klassische Kohlekraftwerke nur elektrische Wirkungsgrade von 30 % bis 45 % erzielen und die Restwärme ungenutzt emittieren, erreichen KWK-Anlagen durch das zeitgleiche Nutzen beider Energieformen herausragende Gesamtwirkungsgrade von über 85 % bis zu 95 %. Dies maximiert die Wirtschaftlichkeit und schont Ressourcen nachhaltig.

Fazit

Der Wirkungsgrad eines BHKW ist der wesentliche Indikator für die Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Anlage. Der elektrische, der thermische und der Gesamtwirkungsgrad geben jeweils präzise an, wie gut die eingesetzte Brennstoffenergie in nutzbare Energie transformiert wird. Durch das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, optimierte Betriebsbedingungen (dauerhafter Volllastbetrieb), regelmäßige Instandhaltung sowie die Integration von Wärmespeichern können BHKW ihre Effizienz maximieren und leisten somit einen unersetzlichen Beitrag zu einer nachhaltigen, ressourcenschonenden Energieversorgung.